Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie

Systemische Einzel- und Paartherapie ist eine Form der Psychotherapie, die der Bearbeitung akuter oder chronischer Konflikte in einer Einzel- und Paar- beziehungsweise Zweierbeziehung dient. Die Systemische Familientherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren der Psychotherapie für Paare und Familien. 

 

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)

Die Konzentrative Bewegungstherapie (KBT) ist eine körperorientierte, psychotherapeutische Methode, die sowohl in der Einzel-, als auch in der Gruppentherapie ausgeführt wird. Eingesetzt wird sie bei neurotischen, Balastungs- und somatoformen Störungen sowie bei strukturellen Störungen, Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen. In der Konzentrativen Bewegungstherapie werden Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage des Handelns, Fühlens und Denkens genutzt und Erinnerungen reaktiviert, die im Laufe des Lebens ihren Körperausdruck in Haltung und Verhalten gefunden haben.

 

Auf dem Hintergrund entwicklungs- und tiefenpsychologischer Denkmodelle ermöglicht das anschließende Gespräch den Erfahrungsaustausch und die Reflexion der leiblichen Erfahrung. Ergebnisse sind differenziertere Wahrnehmung, klarere Unterscheidung von funktionalen und dysfunktionalen Verhaltensmustern und darauf aufbauend Veränderung und Entwicklung.

 

Klinische Hypnose

Die Klinische Hypnose (nach Milton Erickson) findet in der Hypnotherapie Anwendung. Methoden wie die Kernspinresonanztomographie (MRT) und die Elektroenzephalographie (EEG) beweisen hirnphysiologische Korrelate von Trance-Zuständen. Der Einsatz von Hypnose ist daher wissenschaftlich und klinisch anerkannt und wird als Ergänzung zu vielen herkömmlichen Methoden eingesetzt. 

In der Hypnotherapie hilft der Therapeut dem Klienten in einen angenehmen Trancezustand zu gehen, in welchem die Kontrolle über das Bewusstsein geschwächt wird. Dadurch sind kreative Veränderungen des Unbewussten leichter möglich und angebotene Lösungsmöglichkeiten können vom Klienten angenommen werden. Angewendet wird die Hypnotherapie beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchterkrankungen, Angststörungen, Sprachstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen.

 
 

Analytische Kunsttherapie

In der Kunsttherapie wird mit Medien der bildenden Kunst (z. B. Malerische, zeichnerische und plastisch-skulpturale Gestaltung) gearbeitet. Diese Medien dienen dem Patienten dazu sich auszudrücken. Insbesondere Menschen, die durch Hemmungen oder Blockierungen Schwierigkeiten haben, sich sprachlich mitzuteilen, bietet die Kunsttherapie einen alternativen Weg des Ausdrucks. 

 

Ziele: 

Die Kunsttherapie bietet im Medium des Bildnerischen eine stabilisierende Methode, die z. B. traumatisierten Patienten eine Möglichkeit des Selbstausdrucks sowie des bildnerischen Schaffens "stützender innerer Helfer" und "schützender Räume" gibt. 

Im Sinne der stützend-aufdeckenden Arbeit finden Patienten unter Begleitung des Kunsttherapeuten in den bildnerischen oder plastischen Gestaltungen einen Ausdruck der ihrer Störung zugrundeliegenden unbewussten Ängste, Wünsche und Konflikte. 

 

Die psychoanalytisch orientierte Kunst- und Gestaltungstherapie geht davon aus, dass Bilder, Skulpturen und deren Strukturen – ebenso wie Träume – Material des Unbewussten darstellen und damit in einem tiefenpsychologischen Sinne deutbar sind. 

 

Die Analyse der bildnerischen und sprachlichen Symbole ermöglicht eine Bewusstmachung und die Eingliederung unbewusst gewordener Ausdrucksformen und Verhaltensweisen, die sich z. B. in Fehlverhalten zeigen können und eigentlich missglückte Lösungsversuche innerseelischer Konflikte darstellen. 

Damit kann ein wichtiger individueller Heil- und Wachstumsprozess eingeleitet und gefördert werden. 

 

Einsatzmöglichkeiten: 

  • Depressionen

  • Angststörungen

  • Persönlichkeitsstörungen

  • Somatoforme Störungen

  • Suchterkrankungen

  • Anpassungsstörungen

  • u. v. m. ​

Therapie bei Traumata und Bindungsstörungen/KReST-Modell

Das KReST- Modell (Körper-Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie) wurde von Lutz Besser, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie, entwickelt.

Das KReST-Modell bietet eine strukturierte, sanfte und ressourcenorientierte psychodynamisch-integrative Form der Traumatherapie, die auf dem Boden aktueller Erkenntnisse der Neurobiologie, Stress-, Bindungs-, Verhaltens- und Traumaforschung steht sowie systemische Aspekte (Partnerschaft, Familie, Helfersysteme, Gesellschaft) in die theoretische und therapeutische Arbeit einbezieht. 

Die veränderte Stress- und Informationsverarbeitung und Gedächtnisfunktion sowie emotionale und körperliche Reaktionsmuster nach traumatischen Erlebnissen bedürfen multidimensionaler therapeutischer Interventionen. Deshalb werden in dem 4-phasigen traumazentrierten Psychotherapie- und Beratungsmodell KReST tiefenpsychologische, behaviorale, imaginative, hypno- und körpertherapeutische Techniken zur Symptomreduktion und Heilung von psychischen Problemen, Symptomen und Persönlichkeitsstörungen genutzt.

 

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocession)

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (kurz EMDR) ist eine in den USA entwickelte psychotraumatologische Behandlungsmethode für Trauma-Betroffene.

Nach einer strukturierten Vorbereitung regt der Therapeut den Patienten zu beidseitigen Augenbewegungen oder einer anderen bilateralen Stimulationsart an. Diese soll es dem Patienten ermöglichen, unverarbeitete traumatische Inhalte zu verarbeiten. So kann durch EMDR eine Integration der mit dem Trauma verbundenen Emotionen und Empfindungen erreicht werden.

Eine Vielzahl von Studien, zeigt, dass durch die bilaterale Stimulation mittels bestimmter Augenbewegungen (oder auch akustischer bzw. taktiler Reize) eine Synchronisation der Hirnhälften ermöglicht wird, die bei der posttraumatischen Belastungsstörung verändert ist.

Die Acht Phasen der EMDR-Behandlung sind: 

  1. Anamnese

  2. Stabilisierung und Vorbereitung

  3. Bewertung vor dem Prozessieren

  4. Neuverarbeitung

  5. Verankerung

  6. Körper-Test

  7. Abschluss

  8. Überprüfung und Neubewertung

Indikation einer EMDR-Behandlung: 

  1. PTBS bei Erwachsenen und Kindern

  2. Reaktionen auf akute Traumatisierung

  3. Bewältigung von Unfallfolgen

  4. extreme Trauerreaktion

  5. Krankheitsbewältigung

  6. Phobien

  7. Substanzabhängigkeiten

  8. Dissoziative Störungen

  9. Chronische Schmerzen

  10. Psychosomatische Störungen

 

Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie wurde seit den 1980er Jahren von den US-amerikanischen Psychologen John und Helen Watkins entwickelt. Die Ego-State-Therapie geht davon aus, dass Menschen, die ein Trauma erfahren haben, zum Schutz ihrer Persönlichkeit Abwehrmechanismen gegen die mit dem Trauma verbundenen Schmerz- und Angstgefühle entwickeln. Einige tun dies, indem sie unbewusst ihre Persönlichkeit in verschiedene Ich-Anteile (Ego States) „aufteilen“. Die Ego-State-Therapie soll Betroffenen helfen, die Anteile wieder besser miteinander zu verbinden und eine ganzheitliche Persönlichkeit zu entwickeln. 

 

Angelika Richter

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